PROJEKT TARGET
DAS PROJEKT

Bei dem Projekt „Tat- und Fallanalysen hochexpressiver zielgerichteter Gewalt (TARGET)“ handelt es sich um ein interdisziplinäres Forschungsverbundvorhaben, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit II“ gefördert wird.

 

Zur offiziellen Verbundskizze

 

Die Partner des Forschungsverbundes sind die Freie Universität Berlin (Arbeitsbereich Entwicklungswissenschaft und Angewandte Entwicklungspsychologie), die Universität Bielefeld (Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung), die Justus-Liebig-Universität Gießen (Professur für Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug), die Universität Konstanz (Arbeitsgruppe Forensische Psychologie), die Deutsche Hochschule der Polizei Münster (Fachgebiet Kriminologie und interdisziplinäre Kriminalprävention) sowie das Institut Psychologie und Bedrohungsmanagement Darmstadt (IPBm). Über einen Projektbeirat sind zudem deutsche und internationale Wissenschaftler sowie Fachleute aus der Praxis der Prävention und Intervention in das Projekt einbezogen.

 

Der Forschungsverbund unternimmt eine Analyse deutscher Fälle hochexpressiver, zielgerichteter Gewalt durch jugendliche Einzeltäter (Amok, School Shooting) unter verschiedenen Perspektiven. Das Ziel des Projektes ist es, den Entwicklungsprozess im Vorfeld, den konkreten Ablauf und die soziale Rahmung solcher Taten zu beschreiben und interdisziplinär konsensfähige, empirisch-begründete Entwicklungsmodelle zu erarbeiten.

 

Zudem sollen in einem weiteren Schritt die analysierten Fälle ähnlichen Taten gegenübergestellt werden: Hierfür werden mehrere Vergleichsgruppen definiert (Amokläufe von Erwachsenen, terroristische Radikalisierungsprozesse von Einzeltätern, Tötungsdelikte von Jugendlichen, Amokdrohungen) und Vergleichsfallanalysen vorgenommen, um mögliche Risikofaktoren zu überprüfen und zu spezifizieren. 

 

Auf der Grundlage der Ergebnisse des TARGET-Projektes soll ein wissenschaftlicher Fortschritt in Hinblick auf Vorhersage, Vorbeugung und Intervention solcher Gewalttaten erreicht werden.


English Version

The Project

The project "Incident and case analysis of highly expressive targeted violence (TARGET)" is an interdisciplinary joint research project, which is sponsored by the Federal Ministry of Education and Research (BMBF under the programme "Research for Civil Security II"). The project involves an advisory board of German and international scientists and experts from the field of prevention and intervention.

The research association analyses German cases involving highly expressive, targeted violence by adolescent perpetrators (mass shootings, school shootings, rampage) from different perspectives. The aim of the project is to describe the development process leading to the rampage or shooting, the social framing of such incidents and consequently to develop an interdisciplinary consensus-based, empirically-founded development model.

Moreover, cases of shootings or rampage will be compared to other incidents of violence. For this purpose, several comparison groups will be defined (i.e. rampages of adults, terrorist attacks, homicides of adolescents) to examine possible risk factors.

Based on the results of the TARGET project, we aim to achieve a scientific progress in terms of prediction, prevention and intervention of such violence.


  

 

 

 

copyright 2013 Impressum